Das Triple-X-Syndrom


Frauen haben normalerweise nur zwei X-Chromosomen, d. h. die Chromosomenkonstitution 46,XX. Frauen mit dem Triple-X-Syndrom haben drei X-Chromosomen und die Chromosomenkonstitution 47,XXX. Ungefähr eine unter 1000 Frauen hat das Triple-X-Syndrom, d. h. dass in Dänemark mit 5 Millionen Einwohnern ungefähr 3000 Mädchen und Frauen mit dem Triple-X-Syndrom leben.

Man kann nicht einem neugeborenen Mädchen mit dem Triple-X-Syndrom ansehen, das es diese Chromosomenkonstitution hat, und es gibt keine auffallenden Kennzeichen bei diesem Syndrom. Frauen mit dem Triple-X-Syndrom sind in der Regel fruchtbar, aber sie kommen möglicherweise verfrüht in die Wechseljahre.

Mädchen mit Triple-X-Syndrom sind häufig ruhiger und passiver als andere Kleinkinder, und in der Regel haben sie ein weniger ausgeprägtes Trotzalter. Triple-X-Mädchen entwickeln sich im Vergleich zu anderen Mädchen oft langsamer sowohl in motorischer, sprachlicher als auch psychisher Hinsicht. Sie werden deshalb jedoch nicht zu Patienten und bedürfen keiner besonderen Behandlung. Dieser Tendenz zu einer verspäteten Entwicklung auf die genannten Gebieten kann man jedoch weitgehend durch intensivierte psychische, soziale und motorische Stimulation sowohl in der Familie wie im Kindergarten entgegenwirken. Es ist wichtig, dass diese Kinder frühzeitig in einen guten Kindergarten kommen, wo eine gute Zusammenarbeit zwischen den Eltern und den Personalen bestehen sollte. Falls die Kinder in ihrer Sprachentwicklung gehemmt sind, sollte man rechtzeitig Hilfe von Sprachpädagogen hinzuziehen. In bezug auf die motorische Entwicklung sind Teilnahme an Kind-Eltern-Sportaktivitäten und Gruppenunterricht jeder Art von grosser Bedeutung. Das gleiche gilt für ihre psychische Reifeentwicklung.

Im Vergleich zu ihren Geschwistern fällt es Mädchen mit Triple-X-Syndrom oft schwerer, sich in einer Gruppe zu behaupten. Aber wenn man von frühester Kindheit an auf diese Schwierigkeit aufmerksam ist, und diese Mädchen in ihrer Rolle in verschiedenen Gruppenzusammenhängen aufmuntert und unterstützt, kommen sie im späteren Leben gut zurecht.

Der durchschnittliche Intelligenzquotient der Triple-X-Mädchen liegt bei 90 im Vergleich zu 100 bei einer Kontrolgruppe von Geschwistern.

Eltern, die schon eine vorgeburtliche Diagnose erhalten haben, dass der Fetus die Karyotype 47,XXX hat, können wir Kontakte an andere Eltern, die eine Tochter mit dem Triple-X-Syndrom haben, vermitteln. Auch wenn das Triple-X-Syndrom spät diagnostiziert ist, können Kontakte vermittelt werden.